BG Aachen - der Favoritenschreck!

Zu Gast in Aachen war der bisher ungeschlagene Tabellenführer aus Leverkusen. So waren die Vorzeichen eher ungewiss ging doch das Hinspiel mit 91:49 vollends in die Hose. Doch auch unsere Formkurve zeigt nun seit mehreren Wochen steil nach oben und wir wollten dem Liga Primus zeigen, dass wir eine Revanche wollen.

Das Spiel nahm ab der ersten Sekunde schon Fahrt auf und so wechselte die Führung bis in die 8 Minute munter hin und her. Leider folgte zum Ende des Viertels hin wieder ein Einbruch, der uns mit 4 Zählern ins Hintertreffen brachte.  

Ergebnis 1. Viertel 13:17

Der Abschlussschwäche gesellten sich noch Nachlässigkeiten in der Verteidigung hinzu und wir waren in Minute 12 bereits mit 9 Punkten im Rückstand. Nach Änderungen an der Aufstellung fand man den Faden wieder und Kai startete einen 11 – 2 Run mit dem wir das Spiel innerhalb von 5 Minuten wieder ausglichen. Dank eines Buzzerbeaters von Michael gingen wir sogar mit einer 32:31 Führung in die Kabine.

Ergebnis zur Halbzeit 32:31

Im dritten Viertel folgte ein offener Schlagabtausch bei dem wir endlich schnell spielten und oft an die Freiwurflinie kamen. Leider fehlte uns hier das Wurfglück und wir verwandelten nur 4 von 10 Versuchen. Da von außen auch nichts mehr in die Reuse wollte, mussten wir die so wichtige Vorentscheidung erstmal vertagen und die Viertelpause nutzen um uns zu sammeln. Trotz des knappen Vorsprungs wirkten die Leverkusener Spieler sehr angefressen, was darin gipfelte, dass der Trainer nach zwei technischen Fouls der Halle verwiesen wurde.

Ergebnis 3. Viertel 45:42

Die Sensation war jetzt zum Greifen nahe, würden wir es hinbekommen noch einmal für 10 Minuten alles zu geben? Dies schafften wir mit einem 8 – 2 Run der das Spiel entscheiden sollte. Angeführt von Pat und Felix setzten wir uns bis in die 37 Minute auf 53 – 45 ab. In der Defensive wurden nun alle Register gezogen und wir ließen in 8 Minuten nur einen Feldkorb zu. Diese Spielweise kostete allerdings auch die letzten Kraftreserven. So schlichen sich nochmal Fehler beim Rebound ein, die der Gegner nutzte, um nochmal auf 3 Punkte heranzukommen. Bei 16 Sekunden zu spielen, war es unser jüngster Spieler, Tim Elkenhans, der vom Coach nochmal das Vertrauen bekam und für die entscheidenden Freiwürfe auf das Feld kam. Er verfehlte zwar den ersten Versuch, zeigte aber danach keine Nerven und versenkte den zweiten sicher.

Fazit: Wenn man den ungeschlagenen Tabellenführer schlägt braucht man eigentlich nicht viele Worte, es war einfach ein perfekter Abend. Wieder einmal zeigten wir eine herausragende Verteidigungsleistung und hielten den Gegner, der normalerweise 83 Punkte pro Spiel auflegt, weit unter seinem Schnitt.

 

Scorer:  Pat Rülke (17), Felix Huesmann (10), Michael Rin (8), Lukas Heyer (5), Tim Elkenhans (4), Brian Eka (4), Kai Lagemann (4), Christian Schröder (2), Henrik Bertz (2)

Lokalderby!

Lokalderbys in Baesweiler sind immer eine spannende Angelegenheit, da die Grengracht sich dann in einen Hexenkessel verwandelt. Das sollte diesmal nicht anders sein. Als kleine Besonderheit belegte uns die SG Herzogenrath/Baesweiler bereits im Vorfeld schon mit einem Verbot Fotos oder Videoaufnahmen zu machen.  Das rief auf Seiten der BG-Verantwortlichen Unverständnis hervor, da dieses Verbot nur für uns, nicht aber für andere Besucher galt und somit nichts „ mit dem Recht am eigenen Bild“ zu tun haben konnte! Aber immerhin konnten wir ein Foto des Derbysiegers machen.

Erstmals in diesem Jahr konnten wir wieder auf Flügelspieler Michael Rin zurückgreifen, der nach seiner Fuß-OP, laut eigener Aussage, aber erst bei 80% war. Außerdem wieder an Bord waren Louis Boldt und Felix Huesmann. Einzig Patrick Rülke fehlte wegen beruflicher Verpflichtungen. Das Hinspiel wurde mit 12 Punkten gewonnen, aber die letzten Ergebnisse der SG machten klar, dass sich der Nachbar trotz Tabellenplatz 10 deutlich weiterentwickelt und den Kader mit guten Neuzugängen verstärkt hatte.

Der Einstieg ins Spiel gelang den Aachenern gut, denn der Gegner spielte die erwartete Zone. So konnten wir uns schnell mit 7:2 absetzten. Leider nahm unsere Konzentration rapide ab, wir ließen den Ball nicht mehr laufen und waren auch defensiv nicht auf der Höhe. Die SG nutzte die Unordnung und setzte mit einem 10 – 2 Run in zwei Minuten den ersten Punch.

Ergebnis 1.Viertel 16:13

Da unsere Quote von außen zu Anfang miserabel war, wollten wir schneller spielen und brachten dafür Louis Boldt ins Spiel, der diese Aufgabe extrem gut erledigte. Die Ordnung war wiederhergestellt und wir gingen mit einem 15 – 5 Run mit 28:21 in Führung. Leider folgte das gleiche Bild wie in Viertel 1 und wir verzockten den Vorsprung wieder.

Ergebnis 2. Viertel 28:29

Zur Halbzeit wurde abgesprochen, dass wir unseren Gameplan weiterverfolgen wollen und sich die Quote von außen verbessern muss.

Leider hatten wir die Rechnung ohne die gegnerischen Center gemacht, die zwei Dreier trafen und uns damit vor ein bisher nicht gekanntes Problem stellten. 38:32 Rückstand. Das Spiel stand nun ernsthaft auf der Kippe. in der Auszeit änderten wir nochmal die Offensive und die Spieler vollstreckten nun eiskalt die Würfe die zu Anfang nicht gefallen sind. Mit einem 16 - 3 Run zog man nicht nur gleich sondern setzte sich auf 43:51 ab!

 Ergebnis 3. Viertel 46:51

Im letzten Viertel sollte das Spiel nun vollends zum Krimi werden. Lagen wir in der 34 Minute noch 53:57 in Führung bäumte sich die SG noch einmal auf und lag nach einem 8 – 0 Run plötzlich mit 60:57 vorne.  Ein von uns gut herausgespielter Wurf prallte dann allerdings vom Ring ab, doch wir sicherten uns den Offensivrebound der schnell zu Michael gepasst wurde. Dieser fackelte nicht lange und traf den wichtigen Dreier zum Ausgleich. Was nun folgte war das Resultat aus konsequentem Druck, den unsere Guards, wieder einmal angeführt von Christian Schröder, auf die ballführenden Spieler aus Herzogenrath/Baesw. machten. Die SG Spieler wirkten jetzt müde und wir ließen in den letzten 3 Minuten keinen Punkt mehr zu, zogen aber selbst immer wieder zum Korb und entschieden das Spiel an der Freiwurflinie.

Endergebnis 60:63

Fazit: Ein Spiel in hervorragender Atmosphäre mit einem verdienten Sieg für die BG Aachen, da wir in der Verteidigung sehr hohen Aufwand betrieben und den Gegner über 40 Minuten lang, in eigener Halle, zermürbt haben. So gewinnt man auch die Spiele in denen man offensiv nicht den besten Tag erwischt.

Es spielten: Michael Rin (17), Felix Huesmann (13), Lukas Heyer (11), Henrik Bertz (6), Chris Lagemann (6), Kai Lagemann (5), Brian Eka (3), Louis Boldt (2), Tim Elkenhans, Christian Schröder

 

Ein Sieg nach Maß!

 

Nach der vermeidbaren Overtime-Niederlage gegen Königsdorf in der Vorwoche bissen einige angeschlagene Spieler auf die Zähne und stellten sich in den Dienst der Mannschaft. Allerdings mussten wir auf den verletzten Louis Boldt, sowie den kranken Felix Huesmann verzichten, dem seine schlechte Verfassung quasi ins Gesicht tätowiert war.

 

Da das Hinspiel mit 4 Punkten verloren ging, war das Ziel nicht nur das Spiel zu gewinnen, sondern den direkten Vergleich zu holen.

 

Das erste Viertel verlief in Wellen. Erst starteten wir mit einem schnellen 4 – 0, der dann von Zülpich mit einem 8 - 0 gekontert wurde. Nach der darauffolgenden Auszeit wurde die Konzentration wiedergefunden und wir setzten uns auf 15 – 10 ab. In den letzten zwei Minuten brachen wir nach dem Einwechseln der Bankspieler ein wenig ein und schlossen viel zu überhastet ab.  Stand 1. Viertel 17 – 17.

 

Die Zülpicher kamen sehr fokussiert aus der Viertelpause und zogen innerhalb von zwei Minuten auf 26 – 19 davon. Wir ließen uns davon aber nicht einschüchtern und gingen in eine der beste Phasen des Spiels über. Mit hohem Tempo verhinderten wir das geordnete Aufstellen der gegnerischen Verteidigung und drehten mit einem 15 – 2 Run innerhalb von 6 Minuten das Spiel zu unseren Gunsten und gingen mit einem 8 Punkte Vorsprung mit 40 – 32 in die Pause.

 

In der zweiten Halbzeit wollte man unbedingt die Hektik aus der Offensive nehmen und die Setplays bis zum Ende laufen lassen. Dies gelang extrem gut und wir setzten uns nach 4 Minuten bereits auf 13 Punkte ab. Auch unsere Defense wurde immer stärker und wir gestatteten Zülpich nun kaum noch gute Würfe. Als die Bankspieler in den letzten 3 Minuten des Viertels wieder auf das Feld kamen, folgte nicht wie zu Anfang ein kleiner Einbruch, sondern der entscheidende Run der uns den Sieg sichern sollte. Tim, Henrik und Christian L. kombinierten einen 9 – 2 Lauf heraus mit dem wir uns nun deutlich zum 58 – 42 absetzten konnten.

 

Was uns in den ersten 3 Vierteln extrem gut gelang, nämlich Zülpichs Ausnahme Guard Luke Jung an die Kette zu legen (bis dahin nur 11 Punkte) funktionierte nun überhaupt nicht mehr. Er düpierte uns nun in fast jeder Aktion und unser Defensivkonzept schien vergessen. Er markierte in den letzten 10 Minuten 13 Punkte. Auch Offensiv verpuffte nun jegliche Ansage das Spiel zu beruhigen.

 

Gut war allerdings, dass wir es schafften immer wieder den Korb zu attackieren und Zülpich extrem früh in Teamfouls zu bringen. Von den 14 Freiwürfen trafen allerdings nur 8 ihr Ziel. Zülpich kam nochmal auf 5 Punkte ran, doch wir änderten nun die Matchups und Pat übernahm die Verteidigung von Jung. Dies sollte sich auszahlen und wir kassierten in den letzten zwei Minuten keinen Punkt mehr und der hart erkämpfte Sieg sowie der direkte Vergleich waren perfekt. Endergebnis: 68 – 61.

 

Fazit: Mehrere Spieler die auf den Boden liegend um jeden Ball kämpfen, Support von der Bank und ständige Kommunikation untereinander waren die Szenen die das Spiel am besten beschreiben. Die Lagemann Zwillinge setzten offensiv mit 27 Punkten die entscheidenden Akzente und Christian Schröder mit 8 Punkten lieferte, trotz Verletzung, eines seiner besten Spiele in dieser Saison.

In der nächsten Woche folgt das Derby gegen die SG Herzogenrath/Baesweiler

 

Scorer: Kai Lagemann (18), Christian Lagemann (10), Henrik Bertz (10), Patrick Rülke (9), Christian Schröder (8), Brian Eka (6), Tim Elkenhans (4), Lukas Heyer (3)

Leider wurde das Lazarett über die Winterpause nicht kleiner, sondern deutlich größer.

So dass wir nur noch mit sieben Spielern zum Auswärtsspiel fuhren.

 

Gestartet wurde mit Lukas, Louis, Christian L., Felix und Brian ins Spiel, doch das lief alles andere als gut.

Nach einigen zu hastigen Abschlüssen gerieten wir erstmal mit 12:2 ins Hintertreffen.

Nach einer Auszeit und der Einwechslung von Tim stabilisierten wir uns aber schnell und waren nach 8 Minuten erstmals in Schlagdistanz.

Nun machte sich allerdings die kurze Bank bemerkbar, wir verloren öfter den Ball und ließen uns zu völlig unnötigen Fouls hinreißen. So hieß es nach Ende des 1. Viertels 21:16.

 

Wieder konzentrierter setzten wir nun unsere großen Leute besser ein. Vor allem Brian, der sein bislang stärkstes Spiel im „BG Dress“ zeigte, nutzte seine Athletik und lies seine Bewacher mehrmals sehenswert stehen. Dieses Level konnten wir allerdings nur 6 Minuten halten. Wieder brachen wir am Ende des Viertels ein und gingen mit 12 Punkten Rückstand (38:26) in die Halbzeitpause.

 

Nach der Halbzeit entwickelte sich ein offensiver Schlagabtausch der zu unseren Gunsten ausfallen sollte. Lukas Heyer bestrafte die Zone für das weite Absinken und streute drei seiner insgesamt sechs Dreier ein. Auch defensiv wurde man nun deutlich sicherer. So stand es am Ende des 3. Viertels 54:59.

 

Mit nur 5 Punkten Rückstand war man wieder dran, doch man musste nun immer wieder die Foulbelastung im Blick haben, was einiges an Wechseln zur Folge hatte.

 

Bei  Minute 38 waren es dann die Punkte von Tim, Lukas und Brian die einen 8 Rückstand schmelzen ließen und uns in die Overtime retteten. Spielstand zum Ende des 4. Viertels 74 -74.

Die erste Overtime war sehr zerfahren und man merkte den Spielern jetzt an, dass das Spiel sämtliche Reserven gekostet hatte. Aufgrund der Foulbelastung nahmen dann auch die ersten beiden Spieler mit 5 Fouls Platz auf der Bank. So ging man mit 80 – 80 zum 2. Mal, doch jetzt ohne Wechselmöglichkeit, in die Verlängerung!

 

In der zweiten Overtime gingen wir 2 Minuten vor Schluss mit 84 – 81 in Führung. Doch leider kassierte Henrik im direkten Gegenzug sein 5tes Foul, welches eigentlich klar von Christian Lagemann begangen wurde, dieser hatte erst 3 Fouls. Die Schiris sahen das allerdings anders…

So mussten wir die verbleibende Spielzeit in Unterzahl bestreiten. Königsdorf nutzte diesen Vorteil und holte zwei Ballgewinne aus der Doppeldeckung und glich das Spiel aus. Nun schafften wir es 22 Sekunden vor Schluss noch ein Foul zu ziehen, doch Christian verwandelte nur 1 von 2 Würfen. 87:86 für uns. Auch hier verteidigten wir gut und kamen fast noch in Ballbesitz, doch der Ball prallte von einem unserer Spieler ins aus. 8 Sekunden noch zu spielen, Einwurf Baseline Königsdorf. Der Ball wird eingeworfen und gelangt im Gewusel zum gegnerischen Center der einen gut verteidigten Wurf aus der Drehung mit dem Buzzer versenkt.

  

Endstand 88 – 87

 

Fazit: Das dezimierte Team zeigte eine tolle Leistung und zu jederzeit absoluten Willen das Spiel noch zu drehen. Besonders in der Zone zeigten wir gute Ballbewegungen und passte den Ball oft über viele Stationen. Insbesondere Tim, Brian und Lukas überzeugten neben einem schon fast beängstigend konstanten Captain Felix Huesmann, mit sehr ansprechenden Leistungen. Aber auch die anderen Spieler stellten sich aufopferungsvoll in den Dienst der Mannschaft. Möchte man das Spiel unter „Entwicklungsspiel für die Jugendspieler“ abhaken, muss man dennoch nach unten auf die Tabelle gucken und hoffen, dass die fehlenden Spieler so schnell wie möglich den Weg zurück in die Halle finden, um nicht wieder in den Abstiegskampf zu rutschen. 

Es spielten: Lukas Heyer (20),Brian Eka (19), Felix Huesmann (18), Tim Elkenhans (11), Louis Boldt (9), Henrik Bertz (7), Christian Lagemann (3)

Beim letzten Spiel des Jahres traf man auf den Tabellenzweiten, dem Topteam aus Rhöndorf.

Der mit Ex Pro A-, B- und regionalligaerfahrenen Spielern gespickte Kader hatte bisher nur gegen Leverkusen verloren und somit noch gute Chancen auf den Aufstieg.

Wir konnten unter der Woche kaum richtig trainieren da fast alle Spieler Berufs -und krankheitsbedingt fehlten.

Wir starteten mit Christian Schröder, Lukas Heyer (der den grippegeschwächten Michael Rin ersetzte), Louis Boldt, Felix Huesmann und Brian Eka ins Spiel. Die Anfangsphase gehörte überraschenderweise komplett den Aachenern und so setzten wir uns schnell mit 9:2 ab. Am Ende des ersten Viertels führte man sogar mit 19 – 6. Ein Ergebnis das, dies war allen klar, etwas unrealistisch sein sollte.

So drehte Rhöndorf dann auch auf und wir ließen in den ersten 5 Minuten des 2. Viertels viele gute Würfe aus der Distanz liegen und unser Fastbreak war nicht mehr existent.

Eine Auszeit brachte die BGler dann wieder in die Spur. Zwar hatte Rhöndorf, dank seiner erfahrenen Spieler gut aufgeholt und das Viertel mit 12:20 für sich entschieden, trotzdem gingen die Kaiserstädter mit 5 Punkte Vorsprung in die Kabine. Halbzeitstand 31:26.

Jetzt brauchten wir jemanden der die Würfe von außen trifft und so fiel die Wahl auf Kai Lagemann! Archivbild Kai Lagemann

Den Worten des Trainers „Kai schmeiß den Lötkolben an“ folge leistend, tat er wie ihm geheißen und lötete 11 Punkte hintereinander in den Korb des Gegners. Damit nicht genug, pfefferte er auch noch einen Wurf des Gegners ins Nirvana. Trotzdem setzten wir uns „nur“ auf 9 Punkte ab, da der Rest des Teams durch Kais Aktionen paralysiert war und sämtliche Laufwege durch eine kollektive Synapsenblockade scheinbar nicht mehr abrufbar waren. Immerhin 17:13 für die BG im dritten Viertel.

Im letzten Viertel war es dann Christian Schröder der mit einem perfekt berechneten Dreier aus der Ecke, mit Brett, den Showdown eröffnete. Rhöndorf ließ den Ball nun oft zu Basti Winterhalter in den Post wandern, der Felix dabei erwischte wie er darüber tagträumte, wie oft er denn jetzt schon 20 Punkte in der Oberliga gemacht hat. Auch im Kollektiv reboundeten wir nun sehr schwach und Rhöndorf kam tatsächlich auf 58 -59 ran. Zeit für Kai die Dinge wieder zu korrigieren. Einen „nur“ von zwei Dragons perfekt verteidigten Dreipunktewurf katapultierte er zum 62 – 58 in den Korb, den Konter des Gegners klaute er dann gleich auch noch. Den gewonnenen Ball steckte er zu Michael Rin durch, der nur noch mit einem unsportlichen Foul zu stoppen war. Das Spiel war gewonnen, aber der direkte Vergleich (55 - 61) konnte noch erkämpft werden. So schafften es Pat und Michael dann auch den letzten Angriff zu stealen und überließen es Kai den freien Korbleger zum 65 – 58 zu vollenden.

Fazit:

Die zweibeste Offensive der Liga (76 Punkte pro Spiel) hielten wir mit unserer Defense 18(!!!) Punkte unter ihrem Schnitt. Kai und Felix schwangen sich zu den Matchwinnern auf, doch man muss klar sagen, dass wir es immer wieder schafften als Kollektiv Treffer zu landen, die dem Gegner den Zahn zogen.

Mit nun vier Siegen in Folge verabschieden wir uns versöhnlich in die Winterpause und hoffen, dann im neuen Jahr die direkten Vergleiche zu gewinnen und die Rückkehrer Tim Elkenhans, Jan Richter und Julian Sauerwald ins Team zu reintegrieren.

Scorer: Felix Huesmann (20), Kai Lagemann (16), Pat Rülke (6), Michael Rin (6), Brian Eka (4), Christian Schröder (4), Louis Boldt (3), Lukas Heyer (3), Tim Elkenhans (3)

OBERLIGA

BG Aachen – Neunkirchen 72:63 (26:38): Das wichtige Spiel gegen den punktgleichen Konkurrenten Neunkirchen begann nicht gut für den Tabellenachten und wurde zu allem Überfluss im zweiten Viertel noch deutlich schlechter. Als „ultra unkonzentriert“ stufte Aachens Trainer Kevin Vorbeck die Defensivleistung seiner Spieler ein, die nach überflüssigen Fouls mit einem Zwölf-Punkte-Rückstand in die Kabinen schlurften.

Vorbeck stellte das Team um, optimierte die Taktik. Mit Erfolg; ein 8:0-Run war der Anfang des bärenstarken dritten Viertels, das Aachen 24:9 gewann und wie Phönix aus der Asche steigen ließ. Im Neunkirchener Team brodelte es, da ein sicher geglaubter Sieg auf der Kippe stand und der monströse Center von der Defensive der BG – allen voran Brian Eka und Patrick Rülke – gut in Schach gehalten wurde.

Im letzten Viertel spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe, eine Minute vor Schluss war der Vorsprung der BG beim Stand von 62:59 denkbar knapp. Ohne ihre mittlerweile ausgefoulten Scorer Michael Rin und Patrick Rülke gelangen in einer Minute aber sensationelle zehn Punkte, die den Sieg sicherten. „Das war wichtig für uns“, jubelte Vorbeck über den Befreiungsschlag.

BG Aachen: Rin (18), Huesmann (12), Rülke (10), Bertz (8), Hayer (6), Eka, Schröder (je 5), Boldt (4), Dukart (3), C. Lagemann (2)

Bericht: uh

Ein lang ersehnter Heimsieg! 

Nach zuletzt zwei Siegen und Auswärtsspielen in Folge, legen wir auch in heimischen Gefilden nach.

Nach einer durch viele berufsbedingte Ausfälle sehr zerfahren Trainingswoche, konnten wir tatsächlich mit einem 12er Kader antreten.
Dies sollte dann auch der Grund für den Sieg werden, mehr dazu später. Steigen wir mit dem „Spielfilm“ ein...

Wir starteten wie in der Vorwoche mit Christian Schröder, Michael Rin, Louis Boldt, Felix Huesmann und Brian Eka.
Wie in den letzten Spielen, trug uns Felix offensiv durch die ersten Minuten. Leider fielen wir defensiv zurück in Szenen, die wir spätestens seit dem Spiel gegen Südwest cleverer lösen wollten: Unnötige Fouls durch zu hohe Aggressivität an den falschen Stellen des Feldes. Was hingegen stimmte, war die Defensive unserer Center gegen Neunkirchens 2,07m Big Man Jan Zimmermann, der im ersten Viertel nur 2 Punkte markierte. Dementsprechend nur ein 3-Punkte-Rückstand zum 16 – 19 im 1. Viertel.
Im zweiten Viertel kam man vor allem offensiv aus dem Rhythmus und machte den Gegner mit einigen Ballverlusten stark. Hier müssen die Bankspieler deutlich konzentrierter agieren und weniger ihr Heil in Einzelaktionen suchen.
Das Resultat 26 – 38 zur Halbzeit.
Im dritten Viertel zeigten die BGler nun endlich die Intensität in der Defense, die man braucht, um einen Gegner in die Knie zu zwingen. Sechs Minuten lang ließen wir keinen Punkt zu und verkürzten auf 34 – 40. Neunkirchen versuchte es mit veränderter Defense, doch anstatt wie in früheren Spielen einzubrechen, konterten wir mit einem 16 – 8 Lauf und gingen mit einer 3-Punkte-Führung (50:47) ins letzte Viertel.
Mit einem 8 – 2 Lauf setzten wir uns erstmals auf gut 9 Punkte ab.
Aber Neunkirchen steckte nicht auf und kam wieder auf 3 Punkte ran.
In Minute 35 und 38 mussten dann Michael und Pat mit 5 Fouls vom Feld. Doch anstatt den Punktestand nur zu verwalten, gelangen uns 10 Punkte in knapp einer Minute, gekrönt durch den Buzzerbeater-Dreier, von Christian Schröder.
Fazit:
Jeder eingesetzte Spieler scorte und wir überzeugten vor allem in der zweiten Halbzeit. In der kommenden Woche gilt es daran zu arbeiten, die Konzentrationsschwächen zu Anfang abzustellen.
Mit 29 Punkten von den Bankspielern zeigte sich auch wieder, wie enorm wichtig ein tiefer Kader ist.

Scorer: Michael Rin 18, Felix Huesmann 12, Patrick Rülke 10, Henrik Bertz 8, Lukas Heyer 6, Brian Eka 5, Christian Schröder 5, Louis Boldt 4, Maxim Dukart 3, Christian Lagemann 2.

Wieder einmal standen die Zeichen für einen Auswärtssieg gegen den letztjährigen Vizemeister nicht gut. Neben den Langzeitverletzten mussten wir auf Patrick Rülke (beruflich), Tim Elkenhans (verletzt) und Christian Lagemann (Grippe) verzichten.

Im ersten Viertel starteten wir, wie in der Vorwoche, offensiv sehr konzentriert und konnten die Angriffe der Kölner schnell kontern. Die Guards brachten den Ball immer wieder zu Felix Huesmann, der einen absoluten Sahnetag erwischte. Die Intensität in der Defensive war dafür augenscheinlich in Aachen geblieben. Ohne jeglichen Körpereinsatz machte man es dem Gegner zu leicht. So endete das erste Viertel folgerichtig mit 32:22.

Dieses Problem bekam man auch im zweiten Viertel nicht in den Griff. Selbst die Kölner Guards konnten Offensivrebounds abgreifen und immer wieder direkt unter dem Korb punkten. Offensiv verzettelte man sich zunehmend in Einzelaktionen und so setzte sich Köln langsam aber stetig weiter ab. Das Resultat: 52:38 zur Pause.

In der Halbzeit erinnerte Coach Vorbeck nochmal daran, dass wir defensiv eines der besten Teams der Liga sind und deutlich härter spielen müssen.

Trotzdem starteten wir unkonzentriert ins dritte Viertel und der Vorsprung der Kölner wuchs auf 19 Punkte.
Doch dann wurde auf einmal der Schalter umgelegt. Die Defensive agierte nun wie ausgewechselt und die Kölner wurden sichtlich nervös, da sie auf einmal nur noch schwere Würfe bekamen.
Mit einem 12 – 0 Run brachten sich die Kaiserstädter wieder in Schlagdistanz und schafften es sogar, in der letzten Sekunde des Viertels, den Ausgleich zum 61:61 zu erringen.
Mit dem Momentum auf Aachener Seite schafften wir es in Minute 32 erstmals in Führung zu gehen. Nun folgte ein Schlagabtausch, in dem beide Seiten immer wieder punkten konnten. Die Vorentscheidung fiel dann mit dem Dreier von Michael Rin zum 78:71, zwei Minuten vor Schluss. Köln spielte nun früh Stop the Clock und schickte uns 16!!! Mal an die Freiwurflinie. Hier ließen wir aber nichts anbrennen und verwandelten starke 14 Würfe. Leider versäumten die Refs hier früh den Pfiff zu nehmen, was Köln mit überharten Fouls quittierte.


Fazit: Ein Sieg mit dem wohl niemand gerechnet hatte. Jeder Spieler punktete und wir zeigten überragende Moral und Kampfgeist. Auch bei Michael Rin scheint nun endlich der Knoten geplatzt zu sein. Er zeigte sein bestes Saisonspiel und führte mit einem überragenden Christian Schröder hervorragend Regie im Spielaufbau.
Nun geht es nächsten Samstag zuhause gegen den punktgleichen TV Neunkirchen, deren Formkurve ebenfalls steil nach oben zeigt. Wir hoffen natürlich, dass wir mit einem Sieg noch weiter an das Mittelfeld der Liga rücken können.

es spielten: Michael Rin (23), Felix Huesmann (21), Henrik Bertz (14), Maxim Dukart (9), Brian Eka (8), Kai Lagemann (6), Christian Schröder (5), Lukas Heyer (3), Louis Boldt(3)

BG gelingt ein Befreiungsschlag

Basketball: Den markigen Worten ihres Trainers lassen die Aachener Korbjäger Taten folgen.  

OBERLIGA

Bonn III – BG Aachen 61:63 (29:32):

Den ersten Auswärtssieg der Saison und wichtige zwei Punkte konnte die BG in Bonn erkämpfen. Kevin Vorbecks Spieler, mit deren Einstellung der Trainer zuletzt hart ins Gericht gegangen war, zeigten die richtige Reaktion und begannen das Spiel mit einem 15:0-Run, der spürbar Selbstvertrauen gab.

Bonn rührte Beton an, um das Spiel zu drehen. Dass die BG den Vorsprung nicht ausbauen konnte, lag an der schlechten Trefferquote aus der Distanz. „Kampf und Einsatz stimmten“, war Vorbeck froh. Drei Minuten vor Ende wurde es noch einmal knapp, als Bonn einen Dreier traf, doch Aachen blieb cool. „Ich bin froh, dass wir auswärts so stark aufgetreten sind“, jubelte Vorbeck, dessen BG mit dem Sieg in der Tabelle zwei Plätze gutmachte.

BG Aachen: Rülke (20), Rin (11), Eka (9), Huesmann (7), Bertz, Schröder (je 5), Dukart (4), Boldt (2)