TSV Bayer 04 Leverkusen 2 vs. Herren 1

91:49 (44:22)

Nachdem wir in der Vorwoche endlich den ersten Sieg einfahren konnten, wollten wir unbedingt nachlegen, auch wenn das gegen bisher ungeschlagene Leverkusener wohl extrem schwer werden sollte. Zu  den bereits bekannten Pro B Doppellizenzspielern, gesellte sich der schon für Würzburg in der BBL spielende Marvin Heckel zum Leverkusener Kader.  Bei uns fehlten nach wie vor Julian Sauerwald, Michael Rin, Fabian Wesemann und Henrik Bertz.

Neu im Team der BG Aachen ist der 19-jährige Lukas Heyer, der am Mittwoch vom 2. Regionalligisten Bayer Uerdingen in die Domstadt wechselte.  Wir starteten schwach ins Spiel und Leverkusen setzt uns von Anfang an unter Druck. Tim musste nach wenigen Minuten ausgewechselt werden, da sein Fuß wieder Probleme machte und Louis nahm früh mit 3 Fouls auf der Bank Platz. Mit nun zwei Aufbauspielern auf dem Feld stabilisierten wir uns ein wenig. Der Gegner kam durch die aggressive Presse früh in Teamfouls, die daraus resultierenden Freiwürfe konnten wir aber nicht für uns nutzen, da wir eine nicht akzeptable Quote von 11 von 28 warfen.

In der zweiten Halbzeit boten wir zumindest im Angriff eine ansprechende Leistung. Felix Huesmann scorte 10 Punkte hintereinander und ein Aufbäumen gegen die Niederlage war auf jeden Fall zu spüren. Doch die Leverkusener Guards zeigten nun ihre Extraklasse und trafen nun nahezu alles aus dem Drei- Punkte Bereich und das Viertel endete mit 22 – 22.

Im letzten Viertel änderte sich der Spielverlauf kaum und so wurde nochmal rotiert und alle Spieler bekamen ihre Einsatzzeit.

Fazit: Mit 42 Punkten zu verlieren tut weh, ist aber gerecht da unsere Defense nicht die Intensität erreichte die nötig war, um Leverkusen körperlich oder mental zu stören. Nun gilt es die drei spielfreien Wochen zu nutzen und die Mannschaft mit ihren neuen bzw. zurückkehrenden Spieler auf die Teams einzustellen, die sich in unserer Tabellenregion aufhalten.

Es spielten: Felix Huesmann (12), Patrick Rülke (4), Louis Boldt (2), Brian Eka (2), Kai Lagemann (5), Christian Lagemann (3), Christian Schröder (4), Jan Richter (7), Maxim Dukart (7), Tim Elkenhans (1) Borys Zygmanski, Lukas Heyer

 FB Leverkusen – BG Aachen 67:70 (29:31)

BG Aachen – Neunkirchen 92:81 n.V. (81:81, 35:45)

Nach dem souveränen Sieg in Opladen folgte in den nächsten beiden Ligaspielen eine unerklärliche Schwächephase, die der BG beinahe zwei Niederlagen eingebracht und somit Platz eins gekostet hätte. Kurz vor Weihnachten hat niemand geahnt, dass der Rückrundenauftakt bei fast-break Leverkusen die Aachener vor solch großen Problemen stellen würde, dass sie ab Minute 36 gezwungen waren, mit Willen und Einsatz einen 7-Punkte-Rückstand in den knappen 70:67 Auswärtssieg umzuwandeln. Hier war es vor allem two-guard Andreas Haunreiter, der nicht nur wichtige Rebounds holte, sondern auch die letzten 5 Zähler der Partie erzielte, wodurch es letztendlich doch gelang zwei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen mit nach Aachen zu nehmen.

Mit nur einer Niederlage aus zwölf (Liga-)Spielen, hatte man sich den bevorstehenden Winterschlaf redlich verdient. Einziges Problem: Die Aachener wachten 2016 erst zu Beginn des zweiten Viertels im anschließenden Spiel gegen Neunkirchen aus jenem auf!

11:36 lautetet der als unwirklich erschienene score. Doch dann kam diese Stimme. Jeder kannte sie. Plötzlich war man wieder hellwach. Ulrich Rosins lautstarke Ansprache setzte den Startpunkt für eine unnachahmliche Aufholjagd. Ein 17:5 run der Hausherren ließ die Hoffnung zu sinkender Differenz, proportional ansteigen. Zur Halbzeit lag man wieder in Schlagdistanz. 35:45. Auch das dritte Viertel entschieden die Aachener knapp für sich (25:23). Dennoch war jedem bewusst, dass das Team noch nicht am Limit spielte und man die Partie nur über konsequente defense im letzten Spielabschnitt für sich entscheiden könne. Gesagt, getan. Den Aachenern gelangen einige wichtige stops, die auf der Gegenseite zu wichtigen Punkten führten. Herausragende Akteure auf Seiten der BG waren zu diesem Zeitpunkt Alex Maodo und Marcel Gorontzky.

Sie verkörperten wie kein Anderer die Aachener Aufholjagd, die in Minute 36 ihr Optimum erreichte...

77:76 bedeutete gleichzeitig die erste Führung im gesamten Spiel. Von dieser Euphorie Welle getragen, versuchte man natürlich krampfhaft sich weiter abzusetzen, um mit einem kleinen Polster in die crunchtime zu gelangen. Leider versagten nun bei einigen Spielern die Nerven, so dass einfache Pässe zu turnover und leichte Körbe zu Fehlwürfen wurden. Und dann war da noch Neunkirchens Amerikaner, der kurz vor Schluss mit einem letzten Kraftakt den entscheidenden tip in zur overtime erzielte. Des einen Freud, des anderen Leid: In Minute 41 musste der Star-Spieler der Gäste aufgrund von fünf persönlichen fouls das Feld verlassen. Neunkirchen gelang in Folge so gut wie gar nichts mehr und musste sich, ohne in der Verlängerung zu punkten, mit 92:81 geschlagen geben.

Es spielten in Leverkusen: Boldt (17), Haunreiter (11), Gorontzi (10), Stubenrauch (9), Geurts, Leinesser (je 6), Knopf (5), Richter (3), Schmahl (2), Kling (1)

Es spielten in Aachen: Boldt (24), Haunreiter (6), Gorontzi (12), Huesmann (14), Geurts (9), Leinesser (2), Knopf (23), Carnotte (2), Schmahl, Hecker, Stubenrauch, Richter

Bericht: Max Boldt

Opladen – BG Aachen 66:83 (26:36)

Die Vorzeichen für die Partie gegen Opladen waren bis auf den hohen Sieg im “Hinspiel“ alles andere als gut. Aufgrund von Verkehrsproblemen kamen zwei wichtige Spieler erst kurz vor dem Drei-Sekunden-Pfiff in die Halle. Zudem war man sich nicht sicher, welches Team man in Opladen zu erwarten hatte, Grund dafür war ihr hoher Sieg gegen Hürth, eine Woche zuvor. Dementsprechend herrschte eine gewisse Anspannung bei den Männerz von Coach Rosin, als der Schiri am Mittelkreis den Ball gekonnt Richtung Hallendecke beförderte...Tip-Off! 10 Minuten später stand es 20:10 für die Gäste...bumm! Opladen gelang nur zwei (!) field goals im ersten Viertel, was allein auf eine gut abgestimmte Team-Defense zurückzuführen war. Ein weiterer, positiver Aspekt ließ sich aus Aachens Offensive ableiten. Hier schafften gleich sechs Spieler einen Eintrag auf dem “scoringbogen“. Im zweiten Spielabschnitt sorgten dann die Ex-Mosquitos Jonathan und Andreas Haunreiter auf Seiten der Aachener für kontinuierliches punkten. Es blieb somit bis zur Pause bei einem soliden 36:26 Vorsprung, auf dem man sich jedoch keineswegs ausruhen durfte. Um dies zu gewährleisten, forderte der Coach in seiner Ansprache volle Konzentration, sowie 100-prozentigen Einsatz in den nachfolgenden 20 Minuten. Gesagt, getan. Die BG gab die zweistellige Führung nicht mehr her und konnte diesen gegen Ende des dritten Spielabschnittes sogar auf 3 Zähler erweitern (61:48).

Die letzten 10 Minuten standen ganz im Zeichen von Edel-Trashtalker Ralf C. Leinesser („No Rebound! No Rebound!“), der unter den Augen von next-generation Spieler Tim Rosin, zusammen mit turnover-experte Maximiliaaan Boldt die ersten 13 Punkte im Viertel auflegte und im Gegenzug von Erfolgscoach Ulrich Rosin ein dezentes „schön Ralf“ erhielt. Das erwähnte BG-Duo, dass sich auch abseits des Feldes, vor allem auf der zwischenmenschlichen Ebene gut versteht, erzielte insgesamt 16 von 22 Zählern im vierten Spielabschnitt (geht geht geht), wodurch sie am Ende der Partie von den 2 mitgereisten Fans lautstark beklatscht wurden. Dennoch war es eindeutig eine Teamleistung, die den Aachenern an diesem Abend den Sieg bescherte. Gleich fünf (!) Spieler schafften es, zweistellig zu scoren. Dies spiegelte auch der Endstand von 83:66 wider, der recht deutlich zeigt, dass man den Gegner nicht unterschätzt hat und, bis auf wenige Phasen, die Partie unter Kontrolle hatte.

es spielten: Boldt (18), Haunreiter (16), Leinesser (13), Knopf, Stubenrauch (je 11), Gorontzi (6), Geurts (4), Kling, Richter (je 2), Schmahl

Weniger erfreulich war das Pokalspiel gegen Wuppertal, nur vier Tage später. Dazu gibt es nur eines zu sagen: Dumm, einfach nur dumm! Glückwunsch an die Gäste.

Weiter geht es am kommenden Wochenende mit dem Doubleheader Samstag/Sonntag der Partien BG Herren 1 in Leverkusen um 19:30 Uhr und ATG Herren 3 gegen Schlusslicht 1.BBC Düren 3 um 12 Uhr (Cafeteria wie immer nicht geöffnet).

Bericht: Max Boldt

Das Derby gegen die SG NIKE/Herzogenrath/ Baesweiler am vergangenen Samstag wurde den Erwartungen mehr als gerecht. Da die beiden Top-Teams der Oberliga zum ersten Mal aufeinander trafen, um sich um Platz 1 der Tabelle zu duellieren, prophezeite man im vorhinein ein Spiel auf Augenhöhe, das womöglich erst in den letzten Sekunden entschieden werden würde. Die Prophezeiungen sollten sich bewahrheiten...

Vor einer 1. regionalligareifen Kulisse, begaben sich die Spieler um 19 Uhr Ortszeit zum Sprungball, der gleichzeitig den Startschuss für vierzig Minuten Basketball in Aachen-Werbung vom Allerfeinsten symbolisierte.

Beide Teams starteten mit Mann-Mann-Verteidigung und ließen schon in den ersten Sekunden anmerken, dass sie an diesem Tag nicht gewillt waren, irgendwelche “Geschenke“ zu verteilen, die es dem Gegner ermöglichten, leichte Punkte in unmittelbarer Korbnähe zu erzielen. Dennoch erwischten die Gäste den besseren Start. Angeführt vom Duo A. Ergen und R. Williams, stellte die SG die Aachener Defense ein ums andere Mal vor große Schwierigkeiten, die sich in Form einer 9-Punkte-Führung kurz vor Ende des zweiten Viertels ausdrückten. Doch die BG kämpfte sich zurück. Ein wichtiger 7:2 run brachte wieder ein bisschen Hoffnung, während man anschließend für eine kurze Besprechung den Gang in die Kabine antrat, Halbzeit! 33:37.

Die beiden genannten NIKE-Akteure erzielten zu diesem Zeitpunkt von den 37 Punkten, starke 20. Nichtsdestotrotz ging das Konzept der Hausherren, das Spiel möglichst lange eng zu halten, ebenfalls auf und man startete hoch motiviert in die nächsten, zwei Spielabschnitte. Der Spielverlauf schien sich nun zu wiederholen. NIKE zog im dritten Viertel weiter davon, führte zeitweise sogar mit 10 Punkten. Wieder ließ sich das Team von Ulii Rosin nicht abschütteln. Diesmal war es ein 8:2 run, in dem die BG vor allem am eigenen Korb eine gute Team-Defense zeigte. Es blieb somit bei der knappen 4-Punkte-Führung der Gäste.

In den letzten zehn Minuten der Partie paarten sich Spannung und Intensität. Die Begegnung wurde zerfahrener, viele turnover auf beiden Seiten. Nach dem beide Mannschaften zu Beginn noch abwechselnd punkteten, setzte sich die SG nach kurzer Zeit wieder mit 6 Zählern ab. Doch Team Uli konterte schnell mit einem 3:0 run, da sich Herzogenrath ein technisches Foul abholte. Ab diesem Zeitpunkt verpassten es die Gäste, sich einen weiteren, komfortablen Vorsprung zu erspielen, obwohl sie durchaus die Möglichkeiten dazu hatten (1/4 FW inkl. unsportlichen Fouls der BG). Wenig später verkürzte Felix Huesmann mit seinem signature move auf 2 Punkte. Die Halle stand Kopf und die BG-Anhänger “peitschten“ ihr Team nach vorne. Der oftmals nur schwer zu haltende Ray Williams tankte sich zwei Minuten vor Schluss in die Aachener Zone und brachte die Gäste in unnachahmlicher Weise wieder mit 4 Zählern auf die (vermeintliche) “Siegerstraße“. Auszeit Rosin. Nun wurde es hektisch auf der Bank. Welcher Spielzug würde der richtige sein? Der Coach entschied sich für ein Einwurf -System, das Edel-Shooter Marcel Gorontzi den freien Wurf erbringen sollte. Nur wenige Sekunden später...Dreier #5...Swishhh! Nur noch 1 der Rückstand. Nach guter Defensivarbeit schickte die BG, nach Wurf-Foul, Alex-Maodo an die Linie, welcher beide FW sicher verwandelte. Nun schien das “Momentum“ endgültig auf BG´s Seite zu sein. Ein schneller Dreier von Flügelspieler Muke fand nicht sein gewünschtes Ziel und die Hausherren sicherten sich den Rebound. Fehlende Kommunikation in NIKE´s Abwehrreihen wurde kurz darauf von der BG eiskalt ausgenutzt, sodass die Zuschauer der Hallen-Anzeige nun eine 3-Punkte-Führung entnehmen konnten. Auch auf der Bank der Hausherren gab es jetzt kein Halten mehr... doch vorbei war dieses verrückte Spiel noch lange nicht. A. Ergen verkürzte ca. dreißig Sekunden kurz vor Schluss, per Dreier, auf einen Zähler, wodurch die BG im folgenden Angriff die Uhr nicht ganz herunterspielen konnten. Knapp die Hälfte der Zeit verstrich als Rich Geurts zum Korbleger ansetzte, jedoch nicht verwandelte und beim Reboundversuch der Ball hinter die Auslinie sprang. Die anschließende 50/50 Entscheidung fiel zugunsten der Gastgeber aus, sodass nach schnellem Pass und sofortigem Foul, Marcel G. an die FW-Linie geschickt wurde. 2/2 war das Resultat. Der SG blieb somit nur noch ein letzter Angriff, um sich in die Verlängerung zu retten. Ein gut ausgeführter Spielzug mit zwei screens für den ballführenden Williams, brachte jenem einen relativ freien 3-Punkte-Wurf, der glücklicherweise nur die Außenseite des Rings touchierte. Schlusspfiff! Sieg BG Aachen!

Letztendlich kann das Team sehr stolz auf sich sein, da es nie aufgegeben hat und in den entscheidenden Situationen einen klaren Kopf behielt, um die Partie (auch mit ein wenig Glück) für sich entscheiden zu können.

 

 

 Es spielten: Boldt (19), Geurts (13), Huesmann (10), Haunreiter (9), Gorontzi (7), Knopf (6), Leinesser, Richter, Schmahl (je 2), Stubenrauch, Kling, Curray

 Bericht: Max Boldt

Spielberichte der beiden Begegnungen

TuS Hiltrup vs. Herren 1 90:94 n.V. (78:78, 35:37)

Im Pokalspiel in Münster kommt die BG noch mit einem blauen Auge davon, doch gegen Hürth muss man sich zum Ersten mal in der Saison geschlagen geben. In beiden Partien spielten die Aachener eine erschreckend schwache Defense und ließen im Schnitt knapp neunzig gegnerische Punkte zu.

Mit nur sieben Spielern angereist, sah man sich beim Tus Hiltrup einer hoch motivierten Mannschaft gegenüber, die trotz Landesliga-Zugehörigkeit, zumindest an diesem Tag ein Gegner auf Augenhöhe war. Schon zu Beginn wurde recht schnell deutlich, dass der Einzug in die nächste Pokalrunde bei konstantem Einsatz von lediglich 70 % hochgradig gefährdet war. Hiltrup gelang in der offense (mit tatkräftiger Unterstützung der Aachener Verteidigung) fast alles. Auch schwierige Würfe außerhalb der Zone wurden hochprozentig verwandelt und mangels existierender helpside, konnten die Hausherren sogar in der Nahdistanz dominieren. Ursache für den Großteil dieser Situationen war die äußerst schwache 1-gegen-1-Verteidigung, die es Hiltrup ermöglichte ein ums andere Mal durch die Mitte zu penetrieren und anschließend selber verwandelte oder den “Bigman“ bediente.

Drei Viertel und mehrere turnover sowie schlecht ausgespielte fastbreaks später, hatte sich die Schlinge um die Köpfe der Aachener schon so weit zugezogen, dass ein kleines Basketballwunder bedurfte, um der drohenden Niederlage Einhalt zu gebieten. Ca. 1:40 Minuten vor Schluss und einen 8-Punkte-Rükstand auf der Anzeige, gelang es den Gästen, sich in unglaublicher Weise noch in die Verlängerung zu retten.

Dreier Gorontzi, aus gefühlt neun Metern Entfernung...Swishhh. Eine anschließende acht-Sekunden-Violation der Hausherren brachte den zweiten “corner-three“ für die Aachener, die dadurch nur noch mit zwei Zählern hinten lagen. Dieser neu gewonnene Energieschub verursachte beim folgenden Angriff des Tus Hiltrup den nächsten turnover bzw. “1 gegen Null“ layup. Ausgleich! Ein letzter Versuch aus der Mitteldistanz durch Hiltrups Flügelspieler blieb erfolglos. Overtime! In den nachfolgenden fünf Minuten wurde auf beiden Seiten einige offen Würfe liegen gelassen und die FW-Quote war auch nicht gerade erwähnenswert. In dieser wichtigen Phase stand die Aachener Defense jedoch zum ersten Mal gut. Am Ende wurde die knappe

4-Punkte-Führung irgendwie über die Zeit gebracht und somit ein äußerst schmeichelhafter Auswärtssieg eingefahren, der gleichzeitig den Einzug in die 4. Pokalrunde der letzten 16 Teams bedeutete.

Es spielten: Gorontzi (23), Huesmann (22), Boldt (19), Knopf (12), Curraj, Geurts, Schmahl (je 6)

 

Herren 1 vs. Hürther BC

Weniger erfolgreich verlief, genau eine Woche später in eigener Halle, die Partie gegen Liga-Mittelmaß Hürth. Zu keinem Zeitpunkt fand man so richtig ins Spiel und musste sich nach mehrfachen Führungswechseln den Gästen knapp mit 78:82 geschlagen geben. Das diese Niederlage unbeschreiblich dämlich war und mit ein bisschen mehr Willen und Einsatz bei diversen Rebound-Situationen abwendbar gewesen wäre, konnte man kurz nach Abpfiff aus jedem einzelnen Gesicht der Aachener Spieler ablesen. Es sollte einfach an diesem Tag nicht sein. Davon abgesehen sind 82 zugelassene Punkte eindeutig zu viel und man muss sich fragen, wieso man Defensiv in etlichen Situationen die falschen Entscheidungen trifft bzw. Rotationen “verschläft“. Reichlich positives ist diesem Spiel-Wochenende, bis auf die Tatsache, dass man auf Grund anderer Ergebnisse neuerdings an der Tabellenspitze steht, nur wenig abzugewinnen. Da nächstes Wochenende das entscheidende Derby gegen Nike-Herzogenrath ansteht, heißt es bis Samstag, konzentriert weiterarbeiten und bisherige Unstimmigkeiten nichtig machen.

 

Es spielten: Boldt (29), Haunreiter (14), Gorontzi (12), Hecker (8), Stubenrauch (6), Leinesser (5), Geurts (4), Curray, Kling, Richter

 

Berichte: Max Boldt

TUS Zülpich vs. Herren 1 76:71 (35:45)

Die BG gewinnt in Zülpich knapp mit 76:71 und bleibt weiterhin ungeschlagen. Vor zahlreichen Zuschauern, darunter auch einige Anhänger der Aachener BG, zeigten selbige eine gute Teamleistung, die den 8. Sieg im 8. Ligaspiel perfekt machten ( 5 Spieler in double-digits).

Schon zu Beginn kam man sehr gut ins Spiel und führte nach vier Minuten bereits mit 8:2, wodurch sich der Trainer der Hausherren bewogen fühlte, ein timeout zu nehmen. Anschließend lief es für Zülpich deutlich besser und sie konnten bis zum Ende des Viertels auf 4 Zähler verkürzen (14:18). Dieses Zwischenergebnis offenbart jedoch auch, dass sich beide Mannschaften in der Defensive in nichts nachstanden und jeglicher drive zum Korb durch ein entschiedenes Foul gestoppt wurde, so dass sich der ballführende Spieler zunächst einmal an der FW-Linie beweisen musste.

Im zweiten Viertel zeigte Zülpich dann, warum sie (ebenfalls ohne Niederlage) auf Platz zwei der Tabelle standen. Durch einen schnellen 9:2 run übernahmen die Gastgeber die Führung und hatten plötzlich das “Momentum“ auf ihrer Seite. Da Coach Rosin daraufhin keine Auszeit nahm, erwartete er unterschwellig eine “selbstständige“ Reaktion seiner Mannschaft. Dieses Vertrauen sollte sich schon kurze Zeit später auszahlen. Angeführt vom eingewechselten Marcelo Gorontcky und seinen 13 Punkten im zweiten Viertel, drehten die Aachener innerhalb weniger Minuten das Spiel und gingen mit einer soliden 10-Punkte-Führung in die Halbzeit.

Nun war es an der Zeit für Kapitän Ralph C.L. das Team auf die zweite Halbzeit einzuschwören. Der Routinier hat in seiner langen Karriere schon so manche Drucksituationen bewältigen müssen und weiß aus früheren Haarener-Zeiten (80er/90er Jahre), dass man selbst mit einer “Aufbau-Legende“ wie Stephan Hoth (Karriereende), einen solchen Vorsprung noch aus der Hand geben kann. Diesen Gedanken im Hinterkopf, netzte Ralph innerhalb von vier Minuten 6 Punkte ein und lief die fast-breaks, als ob es um Platz zwei in der Tabelle ginge...

Folglich gelang es den Aachenern ihre Führung auf 16 Zähler zu erhöhen, was dreizehn Minuten vor Schluss, irrtümlich als “sicherer Hafen“ angesehen wurde. Doch Zülpich kam zurück. Verkürzte zwischenzeitlich sogar auf 5 Punkte, ehe Maodo Knopf die BG in der crunchtime mit wichtigen Körben wieder in die Erfolgsspur brachte. Sooooooooo.

Es spielten:Gorontzi (17), Geurts (13), Boldt (12), Knopf, Leinesser (je 10), Huesmann (8), Richter (4), Stubenrauch (2), Haunreiter, Kling, Curray, Hecker

Bericht: Max Boldt

Ein weiterer, wichtiger Sieg!

Im Derby gegen Haaren gelang den Aachenern ein weiterer, wichtiger Sieg, der jedoch keineswegs ein Selbstläufer war. Die Gäste verkauften sich gut und gingen sogar zu Beginn des Spiels mit 4 Punkten in Führung, worauf sich unnötiger Weise, in einer solch frühen Phase bereits Unmut auf der Bank breit machte und lautstark, irgendwelche Verbesserungsvorschläge von außen hinein gerufen wurden. Die daraus resultierende, selbst erschaffene Hektik und Unruhe übertrug sich zum Glück nicht auf die agierenden Spieler der BG auf dem Feld, so dass nach 20 Minuten Spielzeit und acht verwandelten Dreiern eine komfortable 17-Punkte-Führung auf dem Spielbogen zu begutachten war. Vor allem Chris Hecker zeigte eine Top-Leistung und führte an diesem Tag mit vier erfolgreichen Dreiern, sowie Punkten aus Mittel- und Nahdistanz die scoring-Tabelle an.

Nichtsdestotrotz war es am Ende eine Teamleistung, die den über weite Strecken, ungefährdeten Sieg der Aachener ermöglichte. Jedoch blieb mit Blick auf das letzte Viertel eine Sache, die dem Coach überhaupt nicht gefiel. Die Spieler der BG wurden mit wachsendem Vorsprung unkonzentrierter und leisteten sich einen turnover nach dem anderen, was dazu führte, dass die Attraktivität der Partie deutliche Einbußen erlitt. Bei einem knappen Spielstand und einem Gegner aus der oberen Tabellenregion darf man sich solche “Schwächephasen“ nicht erlauben, sonst wird man zukünftig noch große Probleme bekommen, den eigenen Ansprüchen an die Saison gerecht zu werden. Dass man über 40 Minuten Bestleistungen bringen kann, müssen die Aachener schon am kommenden Samstag beweisen. Dann geht zum ebenfalls ungeschlagen Tabellenzweiten Tus Zülpich.

Es spielten: Hecker (17), Geurts, Haunreiter (je 12), Boldt (10), Huesmann (8), Richter, Schmahl (je 5), Kling, Leinesser, Stubenrauch (je 4), Knopf (3) Curray

 Bericht Max Boldt

TV Dellbrück vs. Herren 1 53:59 (26:33)

Das Spiel gegen Dellbrück entwickelte sich, trotz mehrfacher Warnungen von Coach Rosin im Vorfeld, zu einem echten Krimi. Gegen den Tabellenletzten hätte es beinahe eine schmerzhafte Niederlage gegeben, die gleichzeitig mit einem herben Rückschlag im Aufstiegsrennen gleichzusetzen gewesen wäre. Einzig zwei Faktoren waren an diesem Nachmittag ausschlaggebend dafür, dass der rosafarbene Zettel sich doch noch in Richtung Aachen bewegte: Glück und Rich. Letzterer sorgte mit einem clutch-dreier kurz vor Schluss, sowie 17 erzielten Punkten (von insgesamt 59), für die späte Vorentscheidung. Alle anderen Spieler blieben an diesem Tag deutlich unter ihren Möglichkeiten und lieferten eine unerklärlich, schwache Leistung ab, die sich offensiv und defensiv in schlechtem Teamplay und mangelnder Entschlossenheit widerspiegelte. In keinem Viertel wurden mehr als 20 Zähler erzielt, was vor allem auf eine unterirdische Trefferquote aus Nah-, Mittel- und Langdistanz zurückzuführen war. Hinzukommen mehrfache, oftmals unforced turnover, die sich über das gesamte Spiel erstreckten und den Gegner ungewollt in Schlagdistanz hielten. Ohne die an diesem Tag, aus beruflichen bzw. gesundheitlichen Gründen abstinenten Spieler Ralf, Sven und Marcel, agierte die BG oftmals planlos und ließ sich vom hektischen Offensiv-Spiel der Hausherren anstecken. Insbesondere das letzte Viertel war sinnbildlich für die Aachener Nervosität und Anspannung. War man gegen Ende des dritten Spielabschnitts noch mit 8 Punkten vorne, so ließ man den Gegner hier durch schlechte Wurfauswahl und noch schlechterer Chancenverwertung (nur 1 FG !) kurz vor Schluss wieder ins Spiel kommen. Glücklicherweise behielt man wenigstens an der FW-Linie die Nerven und nutzte die gute Team-Quote um anderthalb Stunden nach Spielbeginn einen äußerst schmeichelhaften Sieg einzufahren, den die Aachener an diesem Samstag schlichtweg nicht verdient hatten.

Es spielten:Geurts (17), Huesmann (12), Boldt (8), Haunreiter (7), Knopf (6), Schmahl (5), Stubenrauch (3), Curraj (1), Richter, Kling

Bericht: Max Boldt

Herren 1 vs. TSV Bayer 04 Leverkusen 2 82:56 (36:30)

Mit Blick auf die Tabelle wurde sehr schnell deutlich, dass das Heimspiel gegen TSV Bayer 04 Leverkusen 2, das womöglich Schwierigste der laufenden Saison darstellen würde. Die Zielsetzung von Coach Rosin war klar definiert. In der Defense mussten die körperlich robusten und technisch gut ausgebildeten Center der Gegner auf lange Sicht gestoppt werden.

Genau diese Vorgabe wurde zu Beginn der Partie leider nicht umgesetzt. Die #13 der Gäste stellte die Verteidigung vor enorme Probleme und schenkte den Aachenern im ersten Viertel 10 Punkte ein, die allesamt in unmittelbarer Korb-Nähe erfolgten. Auch die eigene Offense lief nicht sonderlich gut, da man sich immer wieder in Einzelaktionen verstrickte und daraus mehrfache turnover resultierten. Zwischenstand 16:15.

Nach einer Umstellung auf Zonenverteidigung, fanden die Hausherren immer besser ins Spiel. Defensiv wurde nun gut rotiert und die Anspiele auf die gegnerischen Center erschwert. Auch im Angriff gelang es besser, die eigenen Systeme möglichst lange durchzuspielen, um im richtigen Moment den freien Mann zu finden. Halbzeitstand 36:30.

Nach dem Seitenwechsel verfielen die Aachener leider wieder ins alte Muster. Durch mangelnde Konzentration und fehlendem Einsatz brachte man die Gäste durch offene 3-Punkt-Würfe wieder ins Spiel. Ein 2:8 “run“ glich den score aus und plötzlich war die Partie wieder völlig offen. Dennoch schaffte man es anschließend, den Faden nicht zu verlieren und weiterhin mit hohem Tempo den gegnerischen Korb zu attackieren, wodurch einige Fouls provoziert werden konnten. Glücklicherweise ermöglichte eine FW-Quote von knapp 70 % (bezogen auf das ganze Spiel), diese Fouls auch in Punkte umzuwandeln. Nach 30 Minuten Spielzeit war der alte Abstand wieder hergestellt (59:51).

Im letzten Viertel gelang den Gästen nur noch sehr wenig. Die Defense der Aachener ließ in diesem Spielabschnitt lediglich 1 (!) FG + 3 verwandelte FW zu. Mit 21 erzielten Punkten dominierte auf Seiten der Hausherren vor allem “Star vom Rhein“ Rich Geurts, der trotz anhaltender Schnupfen-Infektion dieses Jahr seine “breakout-season“ haben könnte. Auch der diese Spielzeit als “Sleeper“ gehandelte Felix Huesmann bekommt von Spiel zu Spiel eine größere Rolle zugetragen und glänzte gegen Leverkusen mit einem +/- Rating von 41. Einziger Wermutstropfen: Ralf Christian Leinesser brachte es in 17 Minuten Spielzeit auf nicht akzeptable 0 (!!!!) Punkte und fand in A. Pleuger seinen Meister, der ihn gleich zweimal so übertrieben mega heftig weg-blockte, als er in “shooting-motion“ á la Jan Richter zum “Leger-Links“ ansetzte.  In diesem Sinne wünsche ich der ATG wegen langjähriger Fanfreundschaft einen erfolgreichen Spieltag!

 Es spielten: Geurts (21), Boldt (17), Gorontzi (14), Huesmann (10), Haunreiter, Knopf (je 6), Carnotte (4), Richter, Stubenrauch (je 2) Leinesser, Schmahl

Bericht: Max Boldt