Ein lang ersehnter Heimsieg! 

Nach zuletzt zwei Siegen und Auswärtsspielen in Folge, legen wir auch in heimischen Gefilden nach.

Nach einer durch viele berufsbedingte Ausfälle sehr zerfahren Trainingswoche, konnten wir tatsächlich mit einem 12er Kader antreten.
Dies sollte dann auch der Grund für den Sieg werden, mehr dazu später. Steigen wir mit dem „Spielfilm“ ein...

Wir starteten wie in der Vorwoche mit Christian Schröder, Michael Rin, Louis Boldt, Felix Huesmann und Brian Eka.
Wie in den letzten Spielen, trug uns Felix offensiv durch die ersten Minuten. Leider fielen wir defensiv zurück in Szenen, die wir spätestens seit dem Spiel gegen Südwest cleverer lösen wollten: Unnötige Fouls durch zu hohe Aggressivität an den falschen Stellen des Feldes. Was hingegen stimmte, war die Defensive unserer Center gegen Neunkirchens 2,07m Big Man Jan Zimmermann, der im ersten Viertel nur 2 Punkte markierte. Dementsprechend nur ein 3-Punkte-Rückstand zum 16 – 19 im 1. Viertel.
Im zweiten Viertel kam man vor allem offensiv aus dem Rhythmus und machte den Gegner mit einigen Ballverlusten stark. Hier müssen die Bankspieler deutlich konzentrierter agieren und weniger ihr Heil in Einzelaktionen suchen.
Das Resultat 26 – 38 zur Halbzeit.
Im dritten Viertel zeigten die BGler nun endlich die Intensität in der Defense, die man braucht, um einen Gegner in die Knie zu zwingen. Sechs Minuten lang ließen wir keinen Punkt zu und verkürzten auf 34 – 40. Neunkirchen versuchte es mit veränderter Defense, doch anstatt wie in früheren Spielen einzubrechen, konterten wir mit einem 16 – 8 Lauf und gingen mit einer 3-Punkte-Führung (50:47) ins letzte Viertel.
Mit einem 8 – 2 Lauf setzten wir uns erstmals auf gut 9 Punkte ab.
Aber Neunkirchen steckte nicht auf und kam wieder auf 3 Punkte ran.
In Minute 35 und 38 mussten dann Michael und Pat mit 5 Fouls vom Feld. Doch anstatt den Punktestand nur zu verwalten, gelangen uns 10 Punkte in knapp einer Minute, gekrönt durch den Buzzerbeater-Dreier, von Christian Schröder.
Fazit:
Jeder eingesetzte Spieler scorte und wir überzeugten vor allem in der zweiten Halbzeit. In der kommenden Woche gilt es daran zu arbeiten, die Konzentrationsschwächen zu Anfang abzustellen.
Mit 29 Punkten von den Bankspielern zeigte sich auch wieder, wie enorm wichtig ein tiefer Kader ist.

Scorer: Michael Rin 18, Felix Huesmann 12, Patrick Rülke 10, Henrik Bertz 8, Lukas Heyer 6, Brian Eka 5, Christian Schröder 5, Louis Boldt 4, Maxim Dukart 3, Christian Lagemann 2.

Wieder einmal standen die Zeichen für einen Auswärtssieg gegen den letztjährigen Vizemeister nicht gut. Neben den Langzeitverletzten mussten wir auf Patrick Rülke (beruflich), Tim Elkenhans (verletzt) und Christian Lagemann (Grippe) verzichten.

Im ersten Viertel starteten wir, wie in der Vorwoche, offensiv sehr konzentriert und konnten die Angriffe der Kölner schnell kontern. Die Guards brachten den Ball immer wieder zu Felix Huesmann, der einen absoluten Sahnetag erwischte. Die Intensität in der Defensive war dafür augenscheinlich in Aachen geblieben. Ohne jeglichen Körpereinsatz machte man es dem Gegner zu leicht. So endete das erste Viertel folgerichtig mit 32:22.

Dieses Problem bekam man auch im zweiten Viertel nicht in den Griff. Selbst die Kölner Guards konnten Offensivrebounds abgreifen und immer wieder direkt unter dem Korb punkten. Offensiv verzettelte man sich zunehmend in Einzelaktionen und so setzte sich Köln langsam aber stetig weiter ab. Das Resultat: 52:38 zur Pause.

In der Halbzeit erinnerte Coach Vorbeck nochmal daran, dass wir defensiv eines der besten Teams der Liga sind und deutlich härter spielen müssen.

Trotzdem starteten wir unkonzentriert ins dritte Viertel und der Vorsprung der Kölner wuchs auf 19 Punkte.
Doch dann wurde auf einmal der Schalter umgelegt. Die Defensive agierte nun wie ausgewechselt und die Kölner wurden sichtlich nervös, da sie auf einmal nur noch schwere Würfe bekamen.
Mit einem 12 – 0 Run brachten sich die Kaiserstädter wieder in Schlagdistanz und schafften es sogar, in der letzten Sekunde des Viertels, den Ausgleich zum 61:61 zu erringen.
Mit dem Momentum auf Aachener Seite schafften wir es in Minute 32 erstmals in Führung zu gehen. Nun folgte ein Schlagabtausch, in dem beide Seiten immer wieder punkten konnten. Die Vorentscheidung fiel dann mit dem Dreier von Michael Rin zum 78:71, zwei Minuten vor Schluss. Köln spielte nun früh Stop the Clock und schickte uns 16!!! Mal an die Freiwurflinie. Hier ließen wir aber nichts anbrennen und verwandelten starke 14 Würfe. Leider versäumten die Refs hier früh den Pfiff zu nehmen, was Köln mit überharten Fouls quittierte.


Fazit: Ein Sieg mit dem wohl niemand gerechnet hatte. Jeder Spieler punktete und wir zeigten überragende Moral und Kampfgeist. Auch bei Michael Rin scheint nun endlich der Knoten geplatzt zu sein. Er zeigte sein bestes Saisonspiel und führte mit einem überragenden Christian Schröder hervorragend Regie im Spielaufbau.
Nun geht es nächsten Samstag zuhause gegen den punktgleichen TV Neunkirchen, deren Formkurve ebenfalls steil nach oben zeigt. Wir hoffen natürlich, dass wir mit einem Sieg noch weiter an das Mittelfeld der Liga rücken können.

es spielten: Michael Rin (23), Felix Huesmann (21), Henrik Bertz (14), Maxim Dukart (9), Brian Eka (8), Kai Lagemann (6), Christian Schröder (5), Lukas Heyer (3), Louis Boldt(3)

BG gelingt ein Befreiungsschlag

Basketball: Den markigen Worten ihres Trainers lassen die Aachener Korbjäger Taten folgen.  

OBERLIGA

Bonn III – BG Aachen 61:63 (29:32):

Den ersten Auswärtssieg der Saison und wichtige zwei Punkte konnte die BG in Bonn erkämpfen. Kevin Vorbecks Spieler, mit deren Einstellung der Trainer zuletzt hart ins Gericht gegangen war, zeigten die richtige Reaktion und begannen das Spiel mit einem 15:0-Run, der spürbar Selbstvertrauen gab.

Bonn rührte Beton an, um das Spiel zu drehen. Dass die BG den Vorsprung nicht ausbauen konnte, lag an der schlechten Trefferquote aus der Distanz. „Kampf und Einsatz stimmten“, war Vorbeck froh. Drei Minuten vor Ende wurde es noch einmal knapp, als Bonn einen Dreier traf, doch Aachen blieb cool. „Ich bin froh, dass wir auswärts so stark aufgetreten sind“, jubelte Vorbeck, dessen BG mit dem Sieg in der Tabelle zwei Plätze gutmachte.

BG Aachen: Rülke (20), Rin (11), Eka (9), Huesmann (7), Bertz, Schröder (je 5), Dukart (4), Boldt (2)

 

Im letzten Heimspiel gegen Herzogenrath/Baesweiler gab es den ersten und einzigen Sieg in der bisherigen Saison. Darauf aufbauend vor der Heimkulisse zu spielen, wollte das Team um Coach Vorbeck unbedingt den nächsten Sieg holen.

Es dauerte allerdings bis zur 8 Minute bis Louis Boldt die ersten Zähler gelangen. Der Gegner hatte bis dahin schon einen 16 – 0 Run hingelegt, den auch eine frühe Auszeit nicht stoppen konnte. Louis Punkte sollten dann aber der Startschuss zu einem 9:2 run sein. Im zweiten Viertel war es dann Maxim Dukart, der 8 der 11 Punkte machte und so als einziger Spieler Normalform fand. Selbst ließ man den Gegner trotz wechselnder Verteidigungsformen immer wieder leichte Punkte machen und auf 21 Punkte davon ziehen.

Zur Halbzeit stand es schon 41 – 20.

Die Halbzeitansprache wurde deutlich und das Team reagierte. Angeführt durch Maxim und Kai kam man auf 10 Punkte heran. Doch durch einige Ballverluste in den letzten zwei Minuten des dritten Viertels ermöglichte man es dem Gegner wieder auf 16 davon zu ziehen.

Statt sich in den letzten 10 Minuten des Spiels darauf zu fokussieren, sich noch ein weiteres Mal aufzubäumen, zeigten einige Spieler Konzentrationsschwächen und verloren durch Schrittfehler und konfuse Aktionen den Ball.

Fazit: Maxim und Christian Lagemann zeigen heute ihr bestes Saisonspiel. Spieler die normalerweise konstant punkten, zeigten sich blass und unkonzentriert. Die große Stärke des Teams der ersten Spiele war die Verteidigung und der Einsatz, die die Spiele auch gegen Topteams knapp gehalten haben. Zur dieser Stärke muss in den nächsten Wochen unbedingt wieder zurückgefunden werden.

Mit Tabellenplatz zehn befindet man sich ganz klar in der Abstiegszone, diese gilt es mit konzentrierter Arbeit schnellstmöglich wieder zu verlassen.

es spielten: Maxim Dukart  20, Christian Lagemann 12, Louis Boldt 5, Kai Lagemann 5, Felix Huesmann 4, Henrik Bertz 3, Brian Eka 3, Tim Elkenhans 2, Lukas Heyer, Christian Schröder

TSV Bayer 04 Leverkusen 2 vs. Herren 1

91:49 (44:22)

Nachdem wir in der Vorwoche endlich den ersten Sieg einfahren konnten, wollten wir unbedingt nachlegen, auch wenn das gegen bisher ungeschlagene Leverkusener wohl extrem schwer werden sollte. Zu  den bereits bekannten Pro B Doppellizenzspielern, gesellte sich der schon für Würzburg in der BBL spielende Marvin Heckel zum Leverkusener Kader.  Bei uns fehlten nach wie vor Julian Sauerwald, Michael Rin, Fabian Wesemann und Henrik Bertz.

Neu im Team der BG Aachen ist der 19-jährige Lukas Heyer, der am Mittwoch vom 2. Regionalligisten Bayer Uerdingen in die Domstadt wechselte.  Wir starteten schwach ins Spiel und Leverkusen setzt uns von Anfang an unter Druck. Tim musste nach wenigen Minuten ausgewechselt werden, da sein Fuß wieder Probleme machte und Louis nahm früh mit 3 Fouls auf der Bank Platz. Mit nun zwei Aufbauspielern auf dem Feld stabilisierten wir uns ein wenig. Der Gegner kam durch die aggressive Presse früh in Teamfouls, die daraus resultierenden Freiwürfe konnten wir aber nicht für uns nutzen, da wir eine nicht akzeptable Quote von 11 von 28 warfen.

In der zweiten Halbzeit boten wir zumindest im Angriff eine ansprechende Leistung. Felix Huesmann scorte 10 Punkte hintereinander und ein Aufbäumen gegen die Niederlage war auf jeden Fall zu spüren. Doch die Leverkusener Guards zeigten nun ihre Extraklasse und trafen nun nahezu alles aus dem Drei- Punkte Bereich und das Viertel endete mit 22 – 22.

Im letzten Viertel änderte sich der Spielverlauf kaum und so wurde nochmal rotiert und alle Spieler bekamen ihre Einsatzzeit.

Fazit: Mit 42 Punkten zu verlieren tut weh, ist aber gerecht da unsere Defense nicht die Intensität erreichte die nötig war, um Leverkusen körperlich oder mental zu stören. Nun gilt es die drei spielfreien Wochen zu nutzen und die Mannschaft mit ihren neuen bzw. zurückkehrenden Spieler auf die Teams einzustellen, die sich in unserer Tabellenregion aufhalten.

Es spielten: Felix Huesmann (12), Patrick Rülke (4), Louis Boldt (2), Brian Eka (2), Kai Lagemann (5), Christian Lagemann (3), Christian Schröder (4), Jan Richter (7), Maxim Dukart (7), Tim Elkenhans (1) Borys Zygmanski, Lukas Heyer

 FB Leverkusen – BG Aachen 67:70 (29:31)

BG Aachen – Neunkirchen 92:81 n.V. (81:81, 35:45)

Nach dem souveränen Sieg in Opladen folgte in den nächsten beiden Ligaspielen eine unerklärliche Schwächephase, die der BG beinahe zwei Niederlagen eingebracht und somit Platz eins gekostet hätte. Kurz vor Weihnachten hat niemand geahnt, dass der Rückrundenauftakt bei fast-break Leverkusen die Aachener vor solch großen Problemen stellen würde, dass sie ab Minute 36 gezwungen waren, mit Willen und Einsatz einen 7-Punkte-Rückstand in den knappen 70:67 Auswärtssieg umzuwandeln. Hier war es vor allem two-guard Andreas Haunreiter, der nicht nur wichtige Rebounds holte, sondern auch die letzten 5 Zähler der Partie erzielte, wodurch es letztendlich doch gelang zwei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen mit nach Aachen zu nehmen.

Mit nur einer Niederlage aus zwölf (Liga-)Spielen, hatte man sich den bevorstehenden Winterschlaf redlich verdient. Einziges Problem: Die Aachener wachten 2016 erst zu Beginn des zweiten Viertels im anschließenden Spiel gegen Neunkirchen aus jenem auf!

11:36 lautetet der als unwirklich erschienene score. Doch dann kam diese Stimme. Jeder kannte sie. Plötzlich war man wieder hellwach. Ulrich Rosins lautstarke Ansprache setzte den Startpunkt für eine unnachahmliche Aufholjagd. Ein 17:5 run der Hausherren ließ die Hoffnung zu sinkender Differenz, proportional ansteigen. Zur Halbzeit lag man wieder in Schlagdistanz. 35:45. Auch das dritte Viertel entschieden die Aachener knapp für sich (25:23). Dennoch war jedem bewusst, dass das Team noch nicht am Limit spielte und man die Partie nur über konsequente defense im letzten Spielabschnitt für sich entscheiden könne. Gesagt, getan. Den Aachenern gelangen einige wichtige stops, die auf der Gegenseite zu wichtigen Punkten führten. Herausragende Akteure auf Seiten der BG waren zu diesem Zeitpunkt Alex Maodo und Marcel Gorontzky.

Sie verkörperten wie kein Anderer die Aachener Aufholjagd, die in Minute 36 ihr Optimum erreichte...

77:76 bedeutete gleichzeitig die erste Führung im gesamten Spiel. Von dieser Euphorie Welle getragen, versuchte man natürlich krampfhaft sich weiter abzusetzen, um mit einem kleinen Polster in die crunchtime zu gelangen. Leider versagten nun bei einigen Spielern die Nerven, so dass einfache Pässe zu turnover und leichte Körbe zu Fehlwürfen wurden. Und dann war da noch Neunkirchens Amerikaner, der kurz vor Schluss mit einem letzten Kraftakt den entscheidenden tip in zur overtime erzielte. Des einen Freud, des anderen Leid: In Minute 41 musste der Star-Spieler der Gäste aufgrund von fünf persönlichen fouls das Feld verlassen. Neunkirchen gelang in Folge so gut wie gar nichts mehr und musste sich, ohne in der Verlängerung zu punkten, mit 92:81 geschlagen geben.

Es spielten in Leverkusen: Boldt (17), Haunreiter (11), Gorontzi (10), Stubenrauch (9), Geurts, Leinesser (je 6), Knopf (5), Richter (3), Schmahl (2), Kling (1)

Es spielten in Aachen: Boldt (24), Haunreiter (6), Gorontzi (12), Huesmann (14), Geurts (9), Leinesser (2), Knopf (23), Carnotte (2), Schmahl, Hecker, Stubenrauch, Richter

Bericht: Max Boldt

Opladen – BG Aachen 66:83 (26:36)

Die Vorzeichen für die Partie gegen Opladen waren bis auf den hohen Sieg im “Hinspiel“ alles andere als gut. Aufgrund von Verkehrsproblemen kamen zwei wichtige Spieler erst kurz vor dem Drei-Sekunden-Pfiff in die Halle. Zudem war man sich nicht sicher, welches Team man in Opladen zu erwarten hatte, Grund dafür war ihr hoher Sieg gegen Hürth, eine Woche zuvor. Dementsprechend herrschte eine gewisse Anspannung bei den Männerz von Coach Rosin, als der Schiri am Mittelkreis den Ball gekonnt Richtung Hallendecke beförderte...Tip-Off! 10 Minuten später stand es 20:10 für die Gäste...bumm! Opladen gelang nur zwei (!) field goals im ersten Viertel, was allein auf eine gut abgestimmte Team-Defense zurückzuführen war. Ein weiterer, positiver Aspekt ließ sich aus Aachens Offensive ableiten. Hier schafften gleich sechs Spieler einen Eintrag auf dem “scoringbogen“. Im zweiten Spielabschnitt sorgten dann die Ex-Mosquitos Jonathan und Andreas Haunreiter auf Seiten der Aachener für kontinuierliches punkten. Es blieb somit bis zur Pause bei einem soliden 36:26 Vorsprung, auf dem man sich jedoch keineswegs ausruhen durfte. Um dies zu gewährleisten, forderte der Coach in seiner Ansprache volle Konzentration, sowie 100-prozentigen Einsatz in den nachfolgenden 20 Minuten. Gesagt, getan. Die BG gab die zweistellige Führung nicht mehr her und konnte diesen gegen Ende des dritten Spielabschnittes sogar auf 3 Zähler erweitern (61:48).

Die letzten 10 Minuten standen ganz im Zeichen von Edel-Trashtalker Ralf C. Leinesser („No Rebound! No Rebound!“), der unter den Augen von next-generation Spieler Tim Rosin, zusammen mit turnover-experte Maximiliaaan Boldt die ersten 13 Punkte im Viertel auflegte und im Gegenzug von Erfolgscoach Ulrich Rosin ein dezentes „schön Ralf“ erhielt. Das erwähnte BG-Duo, dass sich auch abseits des Feldes, vor allem auf der zwischenmenschlichen Ebene gut versteht, erzielte insgesamt 16 von 22 Zählern im vierten Spielabschnitt (geht geht geht), wodurch sie am Ende der Partie von den 2 mitgereisten Fans lautstark beklatscht wurden. Dennoch war es eindeutig eine Teamleistung, die den Aachenern an diesem Abend den Sieg bescherte. Gleich fünf (!) Spieler schafften es, zweistellig zu scoren. Dies spiegelte auch der Endstand von 83:66 wider, der recht deutlich zeigt, dass man den Gegner nicht unterschätzt hat und, bis auf wenige Phasen, die Partie unter Kontrolle hatte.

es spielten: Boldt (18), Haunreiter (16), Leinesser (13), Knopf, Stubenrauch (je 11), Gorontzi (6), Geurts (4), Kling, Richter (je 2), Schmahl

Weniger erfreulich war das Pokalspiel gegen Wuppertal, nur vier Tage später. Dazu gibt es nur eines zu sagen: Dumm, einfach nur dumm! Glückwunsch an die Gäste.

Weiter geht es am kommenden Wochenende mit dem Doubleheader Samstag/Sonntag der Partien BG Herren 1 in Leverkusen um 19:30 Uhr und ATG Herren 3 gegen Schlusslicht 1.BBC Düren 3 um 12 Uhr (Cafeteria wie immer nicht geöffnet).

Bericht: Max Boldt

Das Derby gegen die SG NIKE/Herzogenrath/ Baesweiler am vergangenen Samstag wurde den Erwartungen mehr als gerecht. Da die beiden Top-Teams der Oberliga zum ersten Mal aufeinander trafen, um sich um Platz 1 der Tabelle zu duellieren, prophezeite man im vorhinein ein Spiel auf Augenhöhe, das womöglich erst in den letzten Sekunden entschieden werden würde. Die Prophezeiungen sollten sich bewahrheiten...

Vor einer 1. regionalligareifen Kulisse, begaben sich die Spieler um 19 Uhr Ortszeit zum Sprungball, der gleichzeitig den Startschuss für vierzig Minuten Basketball in Aachen-Werbung vom Allerfeinsten symbolisierte.

Beide Teams starteten mit Mann-Mann-Verteidigung und ließen schon in den ersten Sekunden anmerken, dass sie an diesem Tag nicht gewillt waren, irgendwelche “Geschenke“ zu verteilen, die es dem Gegner ermöglichten, leichte Punkte in unmittelbarer Korbnähe zu erzielen. Dennoch erwischten die Gäste den besseren Start. Angeführt vom Duo A. Ergen und R. Williams, stellte die SG die Aachener Defense ein ums andere Mal vor große Schwierigkeiten, die sich in Form einer 9-Punkte-Führung kurz vor Ende des zweiten Viertels ausdrückten. Doch die BG kämpfte sich zurück. Ein wichtiger 7:2 run brachte wieder ein bisschen Hoffnung, während man anschließend für eine kurze Besprechung den Gang in die Kabine antrat, Halbzeit! 33:37.

Die beiden genannten NIKE-Akteure erzielten zu diesem Zeitpunkt von den 37 Punkten, starke 20. Nichtsdestotrotz ging das Konzept der Hausherren, das Spiel möglichst lange eng zu halten, ebenfalls auf und man startete hoch motiviert in die nächsten, zwei Spielabschnitte. Der Spielverlauf schien sich nun zu wiederholen. NIKE zog im dritten Viertel weiter davon, führte zeitweise sogar mit 10 Punkten. Wieder ließ sich das Team von Ulii Rosin nicht abschütteln. Diesmal war es ein 8:2 run, in dem die BG vor allem am eigenen Korb eine gute Team-Defense zeigte. Es blieb somit bei der knappen 4-Punkte-Führung der Gäste.

In den letzten zehn Minuten der Partie paarten sich Spannung und Intensität. Die Begegnung wurde zerfahrener, viele turnover auf beiden Seiten. Nach dem beide Mannschaften zu Beginn noch abwechselnd punkteten, setzte sich die SG nach kurzer Zeit wieder mit 6 Zählern ab. Doch Team Uli konterte schnell mit einem 3:0 run, da sich Herzogenrath ein technisches Foul abholte. Ab diesem Zeitpunkt verpassten es die Gäste, sich einen weiteren, komfortablen Vorsprung zu erspielen, obwohl sie durchaus die Möglichkeiten dazu hatten (1/4 FW inkl. unsportlichen Fouls der BG). Wenig später verkürzte Felix Huesmann mit seinem signature move auf 2 Punkte. Die Halle stand Kopf und die BG-Anhänger “peitschten“ ihr Team nach vorne. Der oftmals nur schwer zu haltende Ray Williams tankte sich zwei Minuten vor Schluss in die Aachener Zone und brachte die Gäste in unnachahmlicher Weise wieder mit 4 Zählern auf die (vermeintliche) “Siegerstraße“. Auszeit Rosin. Nun wurde es hektisch auf der Bank. Welcher Spielzug würde der richtige sein? Der Coach entschied sich für ein Einwurf -System, das Edel-Shooter Marcel Gorontzi den freien Wurf erbringen sollte. Nur wenige Sekunden später...Dreier #5...Swishhh! Nur noch 1 der Rückstand. Nach guter Defensivarbeit schickte die BG, nach Wurf-Foul, Alex-Maodo an die Linie, welcher beide FW sicher verwandelte. Nun schien das “Momentum“ endgültig auf BG´s Seite zu sein. Ein schneller Dreier von Flügelspieler Muke fand nicht sein gewünschtes Ziel und die Hausherren sicherten sich den Rebound. Fehlende Kommunikation in NIKE´s Abwehrreihen wurde kurz darauf von der BG eiskalt ausgenutzt, sodass die Zuschauer der Hallen-Anzeige nun eine 3-Punkte-Führung entnehmen konnten. Auch auf der Bank der Hausherren gab es jetzt kein Halten mehr... doch vorbei war dieses verrückte Spiel noch lange nicht. A. Ergen verkürzte ca. dreißig Sekunden kurz vor Schluss, per Dreier, auf einen Zähler, wodurch die BG im folgenden Angriff die Uhr nicht ganz herunterspielen konnten. Knapp die Hälfte der Zeit verstrich als Rich Geurts zum Korbleger ansetzte, jedoch nicht verwandelte und beim Reboundversuch der Ball hinter die Auslinie sprang. Die anschließende 50/50 Entscheidung fiel zugunsten der Gastgeber aus, sodass nach schnellem Pass und sofortigem Foul, Marcel G. an die FW-Linie geschickt wurde. 2/2 war das Resultat. Der SG blieb somit nur noch ein letzter Angriff, um sich in die Verlängerung zu retten. Ein gut ausgeführter Spielzug mit zwei screens für den ballführenden Williams, brachte jenem einen relativ freien 3-Punkte-Wurf, der glücklicherweise nur die Außenseite des Rings touchierte. Schlusspfiff! Sieg BG Aachen!

Letztendlich kann das Team sehr stolz auf sich sein, da es nie aufgegeben hat und in den entscheidenden Situationen einen klaren Kopf behielt, um die Partie (auch mit ein wenig Glück) für sich entscheiden zu können.

 

 

 Es spielten: Boldt (19), Geurts (13), Huesmann (10), Haunreiter (9), Gorontzi (7), Knopf (6), Leinesser, Richter, Schmahl (je 2), Stubenrauch, Kling, Curray

 Bericht: Max Boldt

Spielberichte der beiden Begegnungen

TuS Hiltrup vs. Herren 1 90:94 n.V. (78:78, 35:37)

Im Pokalspiel in Münster kommt die BG noch mit einem blauen Auge davon, doch gegen Hürth muss man sich zum Ersten mal in der Saison geschlagen geben. In beiden Partien spielten die Aachener eine erschreckend schwache Defense und ließen im Schnitt knapp neunzig gegnerische Punkte zu.

Mit nur sieben Spielern angereist, sah man sich beim Tus Hiltrup einer hoch motivierten Mannschaft gegenüber, die trotz Landesliga-Zugehörigkeit, zumindest an diesem Tag ein Gegner auf Augenhöhe war. Schon zu Beginn wurde recht schnell deutlich, dass der Einzug in die nächste Pokalrunde bei konstantem Einsatz von lediglich 70 % hochgradig gefährdet war. Hiltrup gelang in der offense (mit tatkräftiger Unterstützung der Aachener Verteidigung) fast alles. Auch schwierige Würfe außerhalb der Zone wurden hochprozentig verwandelt und mangels existierender helpside, konnten die Hausherren sogar in der Nahdistanz dominieren. Ursache für den Großteil dieser Situationen war die äußerst schwache 1-gegen-1-Verteidigung, die es Hiltrup ermöglichte ein ums andere Mal durch die Mitte zu penetrieren und anschließend selber verwandelte oder den “Bigman“ bediente.

Drei Viertel und mehrere turnover sowie schlecht ausgespielte fastbreaks später, hatte sich die Schlinge um die Köpfe der Aachener schon so weit zugezogen, dass ein kleines Basketballwunder bedurfte, um der drohenden Niederlage Einhalt zu gebieten. Ca. 1:40 Minuten vor Schluss und einen 8-Punkte-Rükstand auf der Anzeige, gelang es den Gästen, sich in unglaublicher Weise noch in die Verlängerung zu retten.

Dreier Gorontzi, aus gefühlt neun Metern Entfernung...Swishhh. Eine anschließende acht-Sekunden-Violation der Hausherren brachte den zweiten “corner-three“ für die Aachener, die dadurch nur noch mit zwei Zählern hinten lagen. Dieser neu gewonnene Energieschub verursachte beim folgenden Angriff des Tus Hiltrup den nächsten turnover bzw. “1 gegen Null“ layup. Ausgleich! Ein letzter Versuch aus der Mitteldistanz durch Hiltrups Flügelspieler blieb erfolglos. Overtime! In den nachfolgenden fünf Minuten wurde auf beiden Seiten einige offen Würfe liegen gelassen und die FW-Quote war auch nicht gerade erwähnenswert. In dieser wichtigen Phase stand die Aachener Defense jedoch zum ersten Mal gut. Am Ende wurde die knappe

4-Punkte-Führung irgendwie über die Zeit gebracht und somit ein äußerst schmeichelhafter Auswärtssieg eingefahren, der gleichzeitig den Einzug in die 4. Pokalrunde der letzten 16 Teams bedeutete.

Es spielten: Gorontzi (23), Huesmann (22), Boldt (19), Knopf (12), Curraj, Geurts, Schmahl (je 6)

 

Herren 1 vs. Hürther BC

Weniger erfolgreich verlief, genau eine Woche später in eigener Halle, die Partie gegen Liga-Mittelmaß Hürth. Zu keinem Zeitpunkt fand man so richtig ins Spiel und musste sich nach mehrfachen Führungswechseln den Gästen knapp mit 78:82 geschlagen geben. Das diese Niederlage unbeschreiblich dämlich war und mit ein bisschen mehr Willen und Einsatz bei diversen Rebound-Situationen abwendbar gewesen wäre, konnte man kurz nach Abpfiff aus jedem einzelnen Gesicht der Aachener Spieler ablesen. Es sollte einfach an diesem Tag nicht sein. Davon abgesehen sind 82 zugelassene Punkte eindeutig zu viel und man muss sich fragen, wieso man Defensiv in etlichen Situationen die falschen Entscheidungen trifft bzw. Rotationen “verschläft“. Reichlich positives ist diesem Spiel-Wochenende, bis auf die Tatsache, dass man auf Grund anderer Ergebnisse neuerdings an der Tabellenspitze steht, nur wenig abzugewinnen. Da nächstes Wochenende das entscheidende Derby gegen Nike-Herzogenrath ansteht, heißt es bis Samstag, konzentriert weiterarbeiten und bisherige Unstimmigkeiten nichtig machen.

 

Es spielten: Boldt (29), Haunreiter (14), Gorontzi (12), Hecker (8), Stubenrauch (6), Leinesser (5), Geurts (4), Curray, Kling, Richter

 

Berichte: Max Boldt