Hart geführt, aber nie unfair

Die Aachener Basketball-Oberligisten BG und Nike liefern sich im Derby einen offenen Schlagabtausch. 

OBERLIGA

BG Aachen – Nike Aachen 61:71 (30:31): Schnell wurde klar, dass es bei dem Derby um viel ging, obwohl die Saison für beide Teams eigentlich gelaufen ist. Unterm Korb kam Nike im ersten Viertel immer wieder zu leichten Punkten und war von der zu zögerlich agierenden BG-Defensive nur selten ohne Foul zu stoppen. „Einen Schritt zu spät“, wähnte Ulrich Rosin seine Jungs bei den entscheidenden Szenen. Rat- und tatenlos sahen seine Spieler zu, wie Emre Ergen ein Offensiv-Feuerwerk zündete und sein Team 20:14 nach vorne warf. Rosins lautstarke Ansprache in der Pause hatte es in sich. Die BG spielte wie ausgewechselt, Max Boldt glich nach zwei Minuten mit einem Dreier aus. Sechs weitere Punkte der BG in Folge brachten Nike zum Kochen. Dafnis stauchte seine Spieler in einer Auszeit zusammen. Nike kämpfte sich zurück in die Partie.

 

Das dritte Viertel war eine Kopie des zweiten. Die BG zog davon, Nike kämpfte sich zurück. Auf Seiten der BG war allen voran Max Boldt anzusehen, dass er bis in die Haarspitzen motiviert war, während bei Nike die Bankspieler Azarang und Wesemann den Stammspielern eine Verschnaufpause gönnten und sie ebenbürtig ersetzten. Erst im letzten Viertel setzten sich die Nike-Korbjäger acht Punkte ab und mussten sich fast nur noch des auf verlorenem Posten kämpfenden Boldt erwehren. Die Zweikämpfe wurden härter, aber niemals unfair. Doch letztlich schaukelte Nike den Sieg sicher nach Hause.

 

 

BG Aachen: Boldt (18), Gorontzi (11), Leinesser (8), Haunreiter (7), Letzian, Stubenrauch (je 6), Knopf, Rin (je 2), Carnotte (1)