BG Aachen Basketball... Aixtrem!

2020 04 08 Kevin VorbeckWie bewertest du eure Saison nach dem Aufstieg in die 2. Regionalliga? 

Es ist natürlich extrem schade das wir die letzten vier Spiele wegen der „Corona“ Krise nicht spielen konnten. Drei dieser vier Spiele wären Heimspiele gewesen und wir hätten die, für uns als Aufsteiger, sehr gut verlaufene Saison natürlich noch gerne mit dem ein oder anderen Sieg gekrönt.
Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Kein Spieler des Teams hatte die Erfahrung bereits als Leistungsträger in der Regionalliga gespielt zu haben, umso bemerkenswerter ist, dass wir genau wie in der Vorsaison im Kollektiv funktioniert und die beste Verteidigung der Liga gestellt haben. 

Was war dein Highlight der Saison 2019/20?

Das waren zum einen die Siege gegen den nun frisch gekürten Meister Adler Frintrop gefolgt vom Auswärtssieg gegen 1.Regio Absteiger Lintfort. Gegen Adler haben wir defensiv einen perfekten Job gemacht und gegen ein Team gewonnen welches aus gestandenen Zweitligaspielern besteht. Gegen Lintfort haben wir offensiv unser absolutes Optimum gezeigt. 
Das zweite Highlight war Felix Huesmann beim Basketball spielen zuzuschauen. Wie er als Kapitän diese Mannschaft durch die Saison getragen hat und was er spielerisch geleistet hat werden viele wohl erst verstehen, wenn er mal nicht mehr da sein sollte.
Das dritte Highlight waren unsere Zuschauer! Waren sie in der Oberliga oft noch sehr still, haben sie uns in dieser Saison pausenlos angefeuert und haben deshalb natürlich auch zum Erfolg des Teams beigetragen. 

Welche Hürden waren in der neuen Liga am schwierigsten zu meistern? 

Am schwierigsten war ganz klar sich an die enorme Physis zu gewöhnen. Es gab einige Center denen wir körperlich nicht ansatzweise das Wasser reichen konnten und hier mussten dann neue Rezepte und Ideen her, wie wir damit umgehen. Auch das Spieltempo war deutlich höher und Fehler wurden vom Gegner viel konsequenter bestraft, eine Sache die uns aber sehr schnell zeigte wo unsere größten Baustellen sind.


Wie beurteilst du die individuelle Entwicklung der jungen Spieler? Wer hat am meisten Fortschritte gemacht? 

Da wäre zum einen Simon Wiese, der quasi nur durch Zufall überhaupt in den Kader gerutscht ist. 
Er hat den ganzen Sommer hart gearbeitet und mit seinen 17 Jahren bereits zweistellig punkten können aber was viel wichtiger ist: Er spielt frei von Angst Fehler zu machen. 
Zum anderen Tim Elkenhans der sein Talent, welches die letzten Jahre immer wieder punktuell zu sehen war, im Saisonverlauf mehr und mehr entfaltet hat und zu einem unserer wichtigsten Scorer und Spieler geworden ist. 
Neben den beiden muss man aber auch Aki Obradovic nennen der einen der schwierigsten Jobs hatte, nämlich alle drei kleinen Positionen und im Training teilweise sogar die 4 zu spielen und dies mit viel Kreativität und Schläue gemeistert hat.  

Was erwartest du von der nächsten Saison?

Das ist auf Grund der „Corona“ Situation extrem schwer zu sagen. Niemand weiß wann wir wieder in die Halle können und wie das Training in den nächsten Monaten aussehen kann. Was mir Hoffnung gibt ist das sich in den letzten Jahren eine Sache herauskristallisiert hat: Team und Vorstand sind sehr gut darin mit Rückschlägen und schwierigen Situationen umzugehen und kreative Lösungen für Herausforderungen zu finden. 
Natürlich habe ich die trainingsfreie Zeit genutzt, um die abgelaufen Saison zu reflektieren und schon mit dem ein oder anderen Spieler über die Zukunft zu sprechen, aber das ist aktuell zweitrangig. 
Ich spreche jetzt hier glaube ich nicht nur für mich: Erstmal ist es wichtig das wir überhaupt wieder in die Halle und Basketball spielen können und vor allem: Das alle Vereinsmitglieder gesund sind und bleiben!

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